Selbstständigkeit in der Energiewirtschaft

Ari Alkadi, Absolvent der Energiewirtschaft, beschreibt seine Erfahrungen in der Unternehmensgründung

Unternehmerisch denken, selbstbestimmt arbeiten

„Mich eines Tages mit einem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen und mein eigener Chef zu sein, war für mich eine ausgemachte Sache“, sagt Ari Alkadi, Geschäftsführender Gesellschafter der Energie Quader GmbH, Aschaffenburg, und seit 2007 Dozent für den Praxis Workshop Energiewirtschaft an der Hochschule Darmstadt (h_da). Die Verbindung dorthin ist eng: Ari Alkadi zählt selbst zu den Alumni, er hat an der h_da sein Studium als Dipl.-Energiewirt absolviert.

Er sieht sich als Überzeugungstäter. Dabei war der Weg in das selbstbestimmte Arbeiten nicht ohne Stolpersteine. „Davon, mit welchen Herausforderungen ich es jenseits der harten Fakten wie Finanzierungs- und Liquiditätsfragen zu tun haben würde, war während der Gründungsphase im Businessplan nirgends die Rede. Als ich im April 2010 mit meinem Unternehmen an den Start ging, bedeutete jeder Tag eine neue Lektion für mich, vor allem in Fragen der Soft Skills beim Umgang mit Kunden und Mitarbeitern“, führt Alkadi weiter aus. Auch vermeintlich so profane Aspekte wie Zeitmanagement seien Faktoren, die jeder erst „on the job“ lernt. Sie zu beherrschen, gehöre jedoch für Selbstständige zum notwendigen Handwerkszeug.

Unkonventionell und kommunikationsstark

Zunehmend sind es die weichen Fähigkeiten, für welche die Energie Quader GmbH, kurz EQ, auch steht, und die zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor geworden sind, um den Marktpartnern eine entscheidende Nasenlänge voraus zu sein. EQ sieht sich als unkonventionelles Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, das fachliches Know-how mit den Stärken der zwischenmenschlichen Kommunikation – der emotionalen Intelligenz – verbindet. Neben der strategischen Beratung liegen die Kernkompetenzen von EQ in der operativen Umsetzung im Tagesgeschäft. Zu den Schlüsselprojekten zählen Change Management, Entwicklung und Integration von Vertriebs- und Einkaufsstrategien, Prozessoptimierung, Portfolio- und Risikomanagement sowie externes Controlling.

Letztlich steht und fällt der Erfolg eines Unternehmens mit seinem Kopf, der Persönlichkeit an der Spitze, so auch bei EQ. Ari Alkadi, Sternzeichen Löwe und leidenschaftlicher Schachspieler, hat schon früh gelernt, was es heißt, nichts in die Wiege gelegt zu bekommen, sondern zu kämpfen und sich durchzubeißen: verantwortungsbewusst und beharrlich, extrovertiert und durchsetzungsstark. Langstrecke statt Sprint. Das notwendige Quäntchen Glück, zur rechten Zeit am richtigen Ort auf die passenden Gesprächspartner zu treffen, gehört natürlich auch dazu. Alles Faktoren, die nötig sind, um als Unternehmer erfolgreich zu sein und sich im zunehmend härter werdenden Wettbewerb zu behaupten.

Ständige Nähe zum Kunden als Schlüssel zum Erfolg

„Von Beginn an war mir klar, dass die Selbstständigkeit meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit fordern würde“, betont Ari Alkadi. Sie biete ihm genügend Raum, seine Stärken wie Selbst- und Pflichtbewusstsein, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit richtig einzusetzen. Wer Alkadi kennt, nimmt ihm gern ab, dass bei ihm die Freude am Arbeiten nicht zu kurz kommt. Zum Unternehmenserfolg trägt maßgeblich bei, täglich an der Front zu sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo die Kunden der Schuh drückt. Auch hier sind dann viel emotionale Intelligenz und Fingerspitzengefühl im Spiel, wenn es darum geht, für den jeweiligen Bedarf die passende Dienstleistung maßzuschneidern.

Um jenseits des Tagesgeschäftes über den eigenen Tellerrand zu blicken und dabei die Perspektive zu wechseln, ist Networking ein wichtiges Stichwort. Dies weiß auch Ari Alkadi, denn es hilft ihm, an seiner eigenen Sichtbarkeit zu arbeiten, den fachlichen und methodischen Diskurs zu führen sowie neue Geschäftspartner kennenzulernen. Als eine Art Netzwerkpflege kann auch sein Lehrauftrag betrachtet werden, denn hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander, die jedoch ein Ziel eint: in der Kombination aus Wissenschaft und Praxis fit gemacht zu werden, um als Absolventinnen und Absolventen der h_da bei den Personalchefs namhafter deutscher Unternehmen auf offene Türen zu stoßen.

„Vielleicht gibt es unter den jungen Menschen die eine oder andere Persönlichkeit, die sich zutraut, eines Tages wie ich seinerzeit ein Unternehmen zu gründen“, resümiert Ari Alkadi. Was es heißt, sich im Rahmen eines Businessplanes mit den eigenen Qualifikationen, dem Angebotsportfolio, dem Nutzen für potenzielle Kunden, dem Wettbewerbsumfeld und nicht zuletzt dem Kapitalbedarf zu befassen – dazu hat Alkadi als Mann der Theorie und der Praxis einiges zu sagen. Und auch darüber, was es bedeutet, immer wieder die wertschätzende Kommunikation zu pflegen und ein motiviertes Team engagiert zu halten.

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Prof. Dr. Martin Meyer-Renschhausen

martin.meyer-renschhausen@h-da.de

Ulrike Neuhaus

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